Was ist IGEL?

Die Individuellen Gesundheitsleistungen (IGEL) sind Behandlungen, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht gezahlt werden, weil derzeit nach Ansicht des Gemeinsamen Bundesausschusses keine ausreichenden Belege für ihren Nutzen vorliegen. Dabei kann es sich um neuartige Leistungen handeln, die im Krankenhaus von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, aber nicht im ambulanten Bereich. In der ambulanten Versorgung müssen Leistungen auf ihren Nutzen hin geprüft und ausdrücklich zugelassen werden, bevor die gesetzlichen Krankenkassen sie übernehmen.Diese Leistungen können von den Vertragsärzten und Privatärzten in Deutschland gegenüber gesetzlich versicherten Patienten nur im Rahmen einer Privatbehandlung gegen Selbstzahlung erbracht werden, über die mit dem Versicherten vor Beginn der Behandlung ein schriftlicher Behandlungsvertrag abgeschlossen wurde .Die Abrechnung richtet sich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Manche gesetzliche Krankenkassen bezahlen bestimmte IGeL auch, obwohl sie nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gehören oder sie bieten diese Leistungen im Rahmen privater Zusatzversicherungen an.

Stosswellentherapie

Wer sich für eine Stoßwellentherapie entscheidet, tut dies oft, um eine Operation zu vermeiden. Die außerhalb des Körpers (= extrakorporal) erzeugten Druckwellen setzen in tiefer gelegenen

Körperregionen gezielt Energie frei, ohne die darüber liegende Haut, das Fettgewebe oder die Muskeln zu beschädigen.

Wissenschaftlich untersucht hat der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) drei orthopädische Einsatzgebiete der fokussierten Stoßwellentherapie: Fersenschmerz, Kalkschulter und Tennisarm. Die Nebenwirkungen sind in allen drei Fällen gleich und in aller Regel harmlos: mögliche Schmerzen während oder auch kurzzeitig Rötungen, Schwellungen oder Blutergüsse nach der Behandlung.

Gelenkinjektion mit Hyaloronsäure

Durch Hyaluronsäureinjektionen können wir in frühen Stadien der Arthrose (Arthrose Grad II bis Grad IV) ohne Nebenwirkungen häufig eine deutliche Verbesserung von Arthroseschmerzen erreichen. Diese symptomatische Verbesserung kann bei einzelnen Patienten über Monate oder Jahre anhalten, wie Studien zur Hyaluronsäure-Behandlung belegen. Diese Wirkung ist aber nicht bei jedem Patienten sicher. Die Arthrosepatienten spüren bei positiver Wirkung eine wesentlich bessere Belastbarkeit ihres Arthrosegelenks. Viele werden auch frei von Beschwerden.

Die Hyaluronsäure wird direkt durch die desinfizierte Haut in das Gelenk gespritzt. Die Desinfektion ist sehr wichtig: Gelenksinfekte sind eine der möglichen Nebenwirkungen der Injektion von Hyaluronsäure.

Die Hyaluron-Injektion kann nach der Erstbehandlung mehrfach wiederholt werden, solange der Patient davon profitiert.

Dieser Therapieerfolg kann aber von Patient zu Patient recht unterschiedlich ausfallen. Eine schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung der Hyaluronsäureinjektion wurde in Studien auch bis zu zwei Jahre nach der Behandlung nachgewiesen.

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